
Die Definition von Aldehyde sagt:
"Aldehyde sind chemische Verbindungen, die als funktionelle Gruppe eine endständige Aldehydgruppe (Formylgruppe) enthalten. Die Carbonylgruppe der Aldehyde trägt im Unterschied zu den Ketonen einen Wasserstoff- und einen Kohlenstoffsubstituenten. Eine Ausnahme bildet der einfachste Aldehyd Methanal (Formaldehyd), welcher zwei Wasserstoffsubstituenten trägt. Die von den Alkanen abgeleitete Reihe der Aldehyde bildet die homologe Reihe der Alkanale. Weiter existieren Mehrfachaldehyde – wie beispielsweise das Glyoxal, der einfachste Dialdehyd. Die Bezeichnung „Aldehyd“ ist ein Kurzwort aus den jeweils ersten Wortteilen der lateinischen Benennung alcohol(us) dehydrogenatus, was so viel wie „dehydrierter Alkohol“ oder „Alkohol, dem Wasserstoff entzogen wurde“ bedeutet." wikipedia
Ketone duften generell angenehm und sie werden oft in der Parfumindustrie und als Geschmackszusatz verwendet.
Aldehyde entstehen durch eine teilweise Oxidation von primären Alkoholen und formen Karbolsäure wenn sie weiter oxidieren. Sekundäre Alkohole bilden bei der Oxidation Ketone. Aldehyde variieren auch im Geruch. Aldehyde mit einem geringen Molekulargewicht, wie z.B. Formaldehyde und Acetalaldehyde, haben einen beißenden unangenehmen Geruch. Aldehyde mit einem höheren Molekulargewicht, wie z.B. Benzaladehyde und Furfural, duften angenehm, oft nach Blumen und kommen auch in den essentiellen Ölen bestimmter Pflanzen vor. Aldehyde werden für die Herstellung von synthetischen Harzen, wie z.B. Bakelit, und für Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Lösungsmittel, Medikamente, Parfums und andere chemische Produkte verwendet.
Beispiele für ALDEHYDE:

Methanal (stechender Geruch)
Ethanal (kommt in der Natur vor)
Propanal (fruchtiger Geruch)
Butanal (säureartiger Geruch)
Benzaldehyde (mandelartiger Geruch)
Zimtaldehyde (zimtartiger Geruch)
Tolualdehyde (4-Methylbenzaldehyde)
Parfums, in denen Aldehyde genutzt werden, sind oftmals blumig, fruchtig oder zitrusartig. Fetthaltige Aldehyde bestehen aus langkettigen Kohlenstoffatomen, die zu einer Aldehydgruppe gehören. Sie haben 8 - 13 Kohlenstoffatome in ihrer molekularen Formel. Die fetthaltigen Aldehyde haben einen angenehmen blumigen oder fruchtigen Geruch und können schon in geringen Konzentrationen wahrgenommen werden.
Frische, blumige Aldehyde sorgen für einen Eindruck einer frischen Brise und von blumigen Noten wie Jasmin, Rose, Iris und Maiglöckchen. Aufgrund dieser Charakteristika werden die fetthaltigen Aldehyde in vielen Parfums verwendet. Sie werden auch Seifen und Waschitteln hinzugefügt um diesen einen frischen Duft von Zitrone zu verleihen.
Blumig-grüne Aldehyde geben Parfum eine typische Note von "Draußen". Das Resultat ist ein Duft mit grünen Noten von Gras und Pflanzen. Holzig-blumige Aldehyde sorgen für Wärme, indem sie nach Patschuli, Zeder, Eiche und anderen holzigen Noten duften.
Die aromatischen Aldehyde haben (chemisch betrachtet) einen Benzen- oder Phenylring, der zur Gruppe der Aldehyde gehört. Sie haben komplexe Molekülstrukturen, sind aber wahrscheinlich am einfachsten zu identifizieren. Benzalaldehyd ist ein gutes Beispiel. Dieses aromtische nach Mandeln duftende Aldehyd besteht aus einem Benzenring mit einem Formylsubstitut. Zimtaldehyd/ 3-Phenyl-2-Propenal hat eine komlezxere Struktur, die für den charakteristischen Zimtgeruch sorgt. Vanillin/4- Hydroxy-3-Methoxy-Benzaldehyd wird als Vanillenote verwendet. Anisaldehyd hat eine besondere Zähigeit und Haltbarkeit. Es ist der Hauptbestandteil für unzählige blumige Akkorde wie Flieder, Hagedorn, Anis, Geißblatt und weitre.

Die am meisten verwendeten Aldehyde in der Parfumindustrie sind C7 (ein grünes, kräuteriges Aroma); C8 (Octanal, orangenartig); C9 (Rosenduft); C10 (Decanal, erinnert sehr stark an Orangenschale); Citral (ein komplezes 10-Karbon-Aldehyd, das nach Zitronen duftet; C11 (Undecanal, “sauberer” Aldehydduft, kommt natürlich in Kroanderblattöl vor; ungesättigtes C11 Undecen-1-al wird ebenfalls verwendet); C12 (der Duft von Veilchen oder Flieder); C13 (wachsartig, mit Grapefruitnote) und C14 (erinnert an den Duft von Pfirsichhaut).
PARFUMS MIT ALDEHYDEN

Apres L'Ondee (1906) ist als erster Duft, in dem Anisaldehyd steckt, bekannt.
Chanel No. 5, welches man als ersten modernen Aldehydduft kennt, wurde von Ernest Beaux in 1921 kreiert und offiziell in 1922 auf den Markt gebracht. Coco Chanel hatte ihn damit beauftragt, einen modernen, innovativen Duft zu komponieren - und er dachte an Aldehyde. Aber schon vorher verwendeten andere Häuser wie L.T Piver und Houbigant Aldehyde in ihren Duftkreationen.
Chanel No. 5 (und später No. 22) besteht aus einer Vielzahl an aliphatischen Aldehyden (C10, C11 und C12, die zusammen zu einen zitronig-blumigen Akkord mit einer intensiven seifigen Note kombiniert werden.

Es gibt noch etliche andere Aldehyddüfte! Ein paar davon folgen:
Lanvin Arpege,
Jean Patou Joy,
Ivoire de Balmain,
Chloe,
Yves Saint Laurent Rive Gauche,
Elizabeth Taylor White Diamonds,
Givenchy Ysatis,
Estee Lauder Knowing,
Guerlain Vol de Nuit,
Avon Rare Gold,
Joop! Femme,
Tommy Hilfiger True Star,
Givenchy L'Interdit,
Agent Provocateur Maîtresse,
Dolce & Gabbana Classique, und
Lagerfeld Femme.

Quellen: Fotos von wikipedia

Autor: Naheed Shoukat Ali (naheed)
Fragrantica Autor