Die
Iris ist eine besondere Blume. Sie ist nicht häufig in Blumensträußen zu finden. Sie ist sehr zart. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir nicht so viel über diese Blume wissen. Sobald man die Iris jedoch einmal selbst sieht, wird man sich verlieben.
Der Name “Iris” stammt vom Namen der griechischen Göttin Iris ab. Der Legende nach kam Irida auf einem Regenbogen vom Himmel zur Erde. Als sie den Boden berührte, wuchsen Blumen - Iris! - aus ihren Fußabdrücken.
Erstaunlicherweise können wir alle Regenbogenfarben in der Iris wiederfinden. Auch die Textur der Blütenblätter hinterlässt einen gewaltigen Eindruck. Es gibt hunderte Gesellschaften auf der Welt, die sich dieser Blume widmen, genauso wie sie auch in etlichen botanischen Gärten zu finden ist. Der berühmteste Irisgarten ist der Giardino dell'Iris in Florenz; dort findet jährlich eine Weltmeisterschaft in der Züchtung der Pflanzen statt..
Die Iris gehört zu den Irisgewächsen (
Iridaceae) und ist im gemäßigten Klima der Nordhalbkugel der Erde weit verbreitet. Man findet sie in Europa, im mittleren Osten, in Nordafrika, Asien und in Nordamerika. Es gibt hunderte verschiedene Arten, jedoch sind die Pallida, die Iris Germanica (mit lila Blütenblättern) und die Iris Florentina (mit weißen Blütenblättern) die beliebtesten und bekanntesten. Man verwendet sie häufig in der Medizin und im Bereich Aromatherapie.
Die Wurzeln der Iris Pallida und der Iris Germanica werden als sogenannte Iriswurzeln geerntet und haben in der Parfümerie und in der Medizin Verwendung gefunden. Die Verwertung der Wurzeln ist ein zeit- und arbeitsintensiver Prozess.

Bevor man Iriswurzeln für die eben genannten Zwecke verwenden kann, muss man sie nach der Ernte säubern, schneiden, trocknen und für etwa 3 bis 5 Jahre reifen lassen. Denn nur lange gereifte Wurzeln entfalten ihr Aroma, was dem Duft von Veilchen ähnelt. Die gereiften Wurzeln werden mit Dampf distilliert, wodurch ein dickflüssiges Öl, die in der Industrie genannte Irisbutter, entsteht.
Irisöl ist eines der stärksten Öle und büßt auch innerhalb mehrerer Jahre nichts von seiner Qualität ein. Die beste Methode um diesen Rohstoff zu bewahren, ist ihn in (Parfum-)Alkohol aufzubewahren, wo er als Herznote vieler Parfums wahrgenommen werden kann. Der Duft ist mystisch, elegant, sanft, pudrig und ein wenig kühl. Ganz anders also als Rosen oder Jasmin. Die Iris kann jedoch mehr! Im Bereich der Meditation öffnet sie die Seele und das dritte Auge. In der Symbolik steht die Iris für Glauben, Freundschaft, Hoffnung, Versprechen, Liebe und Weisheit.
Iriswurzeln (Rhizome)
IRIS IN PARFUMS:

Iris Nobile Acqua di Parma
Iris Poudre Frederic Malle
Orris Noir Ormonde Jayne
Iris Ganache Guerlain
Iris d'Argent Keiko Mecheri
Mythique DelRae
Hermessence Iris Ukiyoe Hermes
Iris Silver Mist Serge Lutens
Iris Crabtree & Evelyn
Das zweite Foto von den Irispflanzen im Garten hat Olga Ikebanova gemacht, auch das Bild von der Wurzel ist ihres

Autor:
Olga Ikebanova
Biologin, Aromatherapeutin, Photographin, Floristin und überzeugte Glaubende an die Kraft der Natur