



Kaviar wird aus gesalzenen Fischeier hergestellt, aber trotz des allgemeinen Glaubens sind nur die Eier des Stöhrs des Namen Kaviar würdig. Mit Kaviar sind ausschließlich die Eier des Beluga- , Osetra- oder Sevrugastöhrs gemeint. Diese wilden Fische leben im Kaspischen und im Schwarzen Meer. Günstiger und ebenfalls beliebter Rogen wird aber oft fälschlicherweise auch Kaviar genannt. In fast allen Kulturen der werden andere Methoden verwendet um den Kaviar zu ernten.

Es mag simpel klingen Rogen mit Salz zu vermengen, jedoch ist die Prozedur äußerst anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Know-How. Kaviar wird aus unbefruchteten Fischeier gewonnen und die Fische werden bei diesem Prozess nicht getötet. Dennoch leben die Stöhre wahrlich kein glamouröses Leben. Kommerzielle Fischer entfernen den Rogen üblicherweise per operativen Eingriff. Die Fische werden also am Leben gehalten um weiterhin Rogen zu produzieren. In der Vergangenheit wurde der Kopf des Fisches förmlich zerschlagen bevor die Eierstöcke entleert worden sind.

Kaviar wird seit langer Zeit als Aphrodisiakum betrachtet. Ein möglicher Grund hierfür ist die simple Assoziation der Fischeier als Symbol für Fortpflanzung. Die Wissenschaft hat des Weiteren herausgefunden, dass Kaviar reich an Zink ist. Zink ist bekannt dafür die Libido anzukurbeln. Wahrscheinlich wird das eigentliche Aphrodisiakum erst dann zu solchem, wenn es gekühlt mit Vokda oder Champagner in einer luxuriösen Umgebung serviert wird.
In der Parfümerie haben die Wissenschaftler des Hauses Thierry Mugler es als erste durch ein exklusives Verfahren der Molekulardistillation vollbracht, die aromatische Note vollständig zu rekreieren. Die Kaviarnote ist angeblich dem Geruch von Iodine, einem in der Parfümerie nicht unüblichen Stoff, sehr ähnlich. In Thierry Mugler’s Womanity, der allerersten zugleich süßen und salzigen Duftkreation, wurde die Kaviarnote dazu verwendet um die süße Nuance der Feige auszugleichen. Außerdem soll somit ein Gefühl von Luxus und Eleganz geschaffen werden, das dem subtilsten Geschöpf der Erde gerecht wird: einer Frau.






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