



Botanischer Name: Illicium verum
Pflanzengattung: Illiciaceae
Ursprungsland: China
Verwendetes Pflanzenteil: Samen
Anbau: Kultivierung
Extrahierung: Dampfdistillation
Farbe: Klar bis blassgelb
Konsistenz: Dünnflüssig
Aromastärke: Stark, lakritzähnlich, intensiver als Anis
Wir befassen uns heute mit Sternanis; vom chinesischen Sternanis, Illicium verum, da dieser der meist verwendete und essbare ist, bis zu anderen Arten, die in Japan kultiviert werden. Also lest einfach weiter…

Chinesischer Sternanis wird seit mehr als 3.000 Jahren als Gewürz und in der Medizin verwendet. In Europa dachte man, Sternanis komme von den Philippinen, da der Seefahrer Thomas Cavendish die Früchte erstmalig in 1578 von den Philippinen mitbrachte. Es war damals nicht bekannt, dass der Ursprung der Pflanze China ist.

STERNANIS IN VERSCHIEDENEN SPRACHEN:
Anissterne, Badain, Badiana, chinesischer Anis

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Sternanis seit mehr als 1.000 Jahren aufgrund seiner das Verdauungssystem stimulierenden Eigenschaften verwendet. Sternanis hilft bei Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen und Völlegefühl. Auch bei Erkrankungen der Atemwege, wie Bronchitis und Husten, ist es bewährt. Außerdem wird es in der Behandlung von Dyspepsie, Blähungen, Krämpfen, Dysenterie, Asthma, Hemiplegie, Gesichtslähmung und Mundgeruch genutzt.
Sternanisöl wird durch Dampfdistillation frischer und teilweise getrockneter Früchte gewonnen und kommt in den Wänden des Kerngehäuses und nicht in den Kernen vor. Das Öl ist klar, farblos bis blassgelb, aromatisch, süß und angenehm im Duft. Der Duft ähnelt dem von Anis, ist jedoch intensiver und ein wenig bitter.
Das Öl wirkt entspannend, wirkt sich positiv auf den Schlaf und das emotionale Gleichgewicht aus. Es hilft dabei Müdigkeit zu bekämpfen, die aus physischer oder psychischer Anstrengung resultiert. Das Öl lässt sich mit Lorbeer, Kümmel Kardamom, Koriander, Zedernholz, Dill, süßem Fenchel, Lavendel, Mandarine, Neroli, Orange, Poeranze und Rosenholz gut mischen.
ACHTUNG: Es gibt zwei Arten von Sternanis. Die beiden ähnlichen Bäume sind der japanische Sternanis (Illicium anisatum) und der chinesische Sternanis (Illicium verum). Aber lediglich der japanische ist nicht essbar, da er toxisch ist. Aus diesem Grund wird er als Weihrauch verbrannt. Seine Früchte sind kleiner und weniger geruchsintensiv (der Duft soll dem von Kardamom ähnlicher sein als dem von Anis). Wer nach dem Genuss von Sternanistee jemals mit neurologischen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, hatte wahrscheinlich japanischen Sternanistee getrunken.


Bild der lebenden Pflanze von wikipedia






















































































































































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