
By: Olga Ikebanova

Wenn die Sonne alle Pflanzen hell erleuchtet, sieht man eine kleine, silberne Blume, die aus dem Schatten der immergrünen Pflanzen hervortritt. Sie riecht das Sonnenlicht, niest und entscheidet sich eine Hymne an den Frühling zu singen. Und der ganze Wald stimmt mit ein. Der Mai ist der beste Monat für das Maiglöckchen. Man sieht die kleinen "Glocken" der Blume an, riecht ihren betörenden Duft und dabei kann man die Musik fast hören.

Nachdem das Maiglöckchen verblüht ist, wachsen rote Beeren auf ihren Stämmen. Legenden besagen, dass diese Beeren keine Beeren sind, sondern die Tränen des Maiglöckchens aufgrund des Frühlingsendes.
Das Maiglöckchen ist unabhängig, bereist Norden und Süden und schenkt jedem Liebe. Es hat den Frühling geliebt, jedoch nicht für immer. Denn nun ist Sommer. Und das Maiglöckchen wurde dermaßen traurig, dass seine Blätter geb wurden und der Stamm scharlachrote Tränen weinte.

Der lateinische Name Convallaria bedeutet "Tal" und Majalis bedeutet "im Mai blühend" (aus dem Griechischen). Das Maiglöckchen ist in den gemäßigten Klimazonen Nordeuropas und Asiens heimisch. In verschiedenen Ländern wird es mit Liebe, Sanftheit, Unschuld und Treue assoziiert. Diese Blume inspiriert Menschen zu Poesie, Legenden, Festivals und Traditionen…
In Frankreich gibt es ein Maiglöckchenfestival. In der Balkanregion gibt es einen heidnischen und einen orthodozen Feiertag. In Deutschland gab es einst eine große Messe mit Tanz, Feuerwerk, Gesang - alles, um die "Göttin des Frühlings" zu preisen. In Russland gibt es eine Legende über die Meeresprinzessin Volkhova, die sich in Sadko verliebte. Dessen Herz gehörte jedoch Ljubava, der Prinzessin der Wälder und der Täler. Volkhova kam vom Meer ans Land und begann zu weinen. Ihre Tränen, die den Boden berührten, wurden zu Maiglöckchen - einem Symbol für Kummer, Liebe, Reinheit und Unschuld.

Die Blume war auch die Lieblingsblume von Peter Ilyich Tchaikovsky!

Convallaria majalis ist eine beliebte Gartenpflanze, die aufgrund ihrer duftenden Blüten und ihrer Fähigkeit Schatten zu spenden angebaut wird. Manche sehen sie als Unkraut, denn kann sich über große Flächen ausbreiten, was es schwierig macht, sie zu entfernen. Verschiedene Arten, inklusive solcher mit doppelten Blüten, rosa Blüten und großen Blüten werden kultiviert.
Das Maiglöckchen ist auch in der Medizin bekannt. Man glaubt, dass es das Erinnerungsvermögen steigert und das Herz stärkt. Maiglöckchen werden in Form von Kario-Tonics oder harntribenden Substanzen dem Körper zugeführt. Bei Herzkrankheiten oder -störungen wird es sogar besonders empfholen. Aber Vorsicht ist geboten: Alle Teile des Maiglöckchens sind giftig.


Bilder: Zweites Bild vom Maiglöckchen von Olga Ikebanova

Die russische Legende klingt sehr interessant.
Das Bild dazu ist auch sensationell.
Olga, da muss ich gleich nachforschen.
Mein Lieblingsparfum mit Maiglöckchen: Yves Rocher Folies de Saisons Caprices de Printemps!
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